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[H O M E]

Ich freue mich auch über Kommentare zu meinen Blog-Einträgen, diese sind ab sofort auch ohne Anmeldung möglich.

25.06.2010

6. Marathon du Vignoble d'Alsace 2010

Da war er nun, der 13. Marathon (oder mehr) für dieses Jahr. Dafür ging es nach Frankreich ins Elsass nach Molsheim zum 6. Marathon du Vignoble d'Alsace. Zeit spielt hier keine Rolle, so dass nix schief gehen konnte. Trotzdem darf man in Frankreich sein ärtzl. Gesundheitszeugnis nicht vergessen, sonst bekommt man keine Startunterlagen. Einen entsprechenden Vordruck der DUV gibt es [hier].
Die erste Wettkampfdisziplin findet beim Marathon du Vignoble d'Alsace aber schon am Vortag rund um die sog. Spätzle-Party statt. Die Läufer erhalten in ihren Starterbeuteln Gutscheine für ein Menü und ein Glas Wein. Danach kann man die Flasche Cremant für 10 Euronen erwerben. Wovon wir reichlich Gebrauch machten.
Im Anschluss zum Essen gibt es Party ohne Ende, was da abgeht kann man gar nicht recht beschreiben, das kleine Video lässt nur erahnen, wie kräftezehrend schon der Vorabend des Marathons ist.

Irgendwann um Mitternacht torkelt man dann Richtung Campingplatz, der nur 5 Gehminuten entfernt liegt und schlüpft in sein Zelt oder Auto.
Da der Start bereits um 7.30 Uhr ist, wecke ich alle um 5:30 Uhr mit meinem Flötenkessel auf dem Gaskocher. Von überall her kriechen Gestalten und wollen Kaffee.
Per Shuttelbus geht dann vom Campingplatz zum ca. 2 km entferneten Supermarkt CORA, dort ist der Start und dort sind auch Lucky Luke, Kleopatra, Cesar, Jesus u.v.a.m.
Das Wetter ist gut, die Strecke schön. So ganz bekomme ich die vielen Weinstationen aber gar nicht mehr auf die Reihe und verweise deshalb lieber auf den Bericht von Bernie bei m4y.de [hier]

Mit einer Zielzeit von knapp über 6 Std. liegen wir m.E. genau richtig.

Meine Bilder gibt es [hier]

18.06.2010

J.P. Morgan Corporate Challenge 2010


Der JPMorgan Chase Corporate Challenge in Frankfurt am Main war 2008 mit 73.719 Startern in einem Rennen zum vierten Mal der größte Lauf der Welt. Weder die riesigen Läufe in Bogota, Sydney, Barcelona, New York, London und Berlin hatten mehr Starter als der Corporate Challenge in Deutschland. Auch in 2010 waren die Kolleginnen und Kollegen der Landesregierung und der Landtagsverwaltung wieder am Start. Hier der Bericht von Anja:

Ich heiße Anja und wohne in Mainz. In diesem Jahr habe ich erstmals als Mitarbeiterin der Verwaltung des Landtags von Rheinland-Pfalz zusammen mit einigen anderen Kolleginnen und Kollegen am JP Morgan-Lauf teilgenommen. Dies ist ein Firmenlauf, der jedes Jahr in Frankfurt am Main ausgerichtet wird. Für mich war es eine besondere Freude und auch eine Herausforderung, an diesem Ereignis teilzunehmen, da es sich um eine große Veranstaltung handelt, an der alljährlich über 70.000 Menschen beteiligt sind – und für mich kam in dieser Situation noch die „kleine Schwierigkeit“ hinzu, dass ich blind bin. Es ist nicht so, dass ich damit grundsätzlich ein Problem hätte, aber gerade bei diesem Lauf hat diese Tatsache mir und auch meinem lieben Guide Brigitte doch im Vorfeld ein wenig Kopfzerbrechen bereitet. Ich möchte daher sehr gern die Gelegenheit nutzen, in diesem Bericht einmal die Eindrücke und die Atmosphäre wiederzugeben, die ich als blinde Läuferin bei einer Großveranstaltung dieser Art empfunden habe.
Angefangen hat eigentlich alles im August des letzten Jahres. Ich hatte mich mit Brigitte, meinem Guide – manchmal auch liebevoll „mein Sehhund“ genannt – verabredet, um einmal auszuprobieren, , ob das Laufen eine Sportart ist, die mir Spaß macht, und ob wir beim Laufen überhaupt gut zusammen harmonieren. Außerdem ging es darum, herauszufinden, welche Bodenunebenheiten mir Brigitte ankündigen sollte und wie wir uns bei entgegenkommenden Läufern bemerkbar machen. Nun muss ich sagen, ich hatte anfangs die größten Bedenken, weil Brigitte ja schon eine Vielzahl von Marathonnen und Marathönner hinter sich gebracht hat, während ich ja absolute Laufanfängerin bin. – so weit, so gut.

Seit dieser Zeit treffen wir uns regelmäßig einmal die Woche zum Laufen. Wir laufen verbunden mit einem Tuch, und auf diese Weise kann mein Guide mich schnell in die gewünschte Richtung führen. In der Zwischenzeit hat sich bei uns im Landtag auch ein Lauftreff gegründet, der ebenfalls von Brigitte geleitet wird und sich großer Beliebtheit erfreut. Somit hatte ich die Gelegenheit, manchmal auch zweimal pro Woche durch die Gegend zu laufen und zu trainieren.

Für mich war sehr schnell klar, dass ich mich in diesem Jahr zusammen mit den anderen Kollegen der Landtagsverwaltung ebenfalls für den JP Morgan-Lauf anmelden wollte, aber natürlich nur, wenn mein lieber Sehhund sich bereiterklären würde, mit mir zu laufen; schließlich würde es auch für meinen Guide keine leichte Aufgabe sein, mich durch diese Menschenmassen zu lavieren. Aber Brigitte war sofort einverstanden, und so ließen wir uns für die Landtagsverwaltung auf die Teilnehmerliste setzen.
Nun rückte der Termin für den Lauf immer näher. Brigitte hatte zwischenzeitlich Warnwesten mit der Aufschrift „Blind“ und „Guide“ bedrucken lassen, die wir auch schon vorher zum Trainieren anzogen. Brigitte schlug schließlich vor, dass wir uns mit einem Karabinerhaken verbinden sollten, damit sich beim Laufen auch niemand zwischen uns drängen könne und ich verloren gehen würde, aber das haben wir dann doch nicht gemacht. Ich hatte mir ohnehin schon überlegt, dass ich mich vermutlich an einen ing-DiBa-Banker oder an einen lieben Südzucker-Menschen oder an sonst einen Menschen dranhängen würde, falls ich verlorengehen sollte.
Dann kam der 09.06., der Tag des JP Morgan-Laufs. Wir fuhren von Mainz mit vielen anderen aus den Ministerien, die ebenfalls an dem Lauf teilnahmen, mit der S-Bahn nach Frankfurt. Es war an dem Tag sehr schwül, und in der Bahn war es sehr warm. In Frankfurt hatten wir noch Gelegenheit, einen Schluck Wasser zu trinken, und gingen dann zum Starterfeld. Es waren sehr viele Menschen da, und die Stimmung war sehr gut. Aus Lautsprechern erklang Disco-Musik, und alle unterhielten sich. Der Start sollte ca. um halb acht Uhr abends sein, und je näher die Uhrzeit rückte, desto nervöser wurde ich.

Irgendwann war es dann soweit: Der Startschuss fiel, und die ersten liefen los. Nun muss man sich aber vorstellen, dass das Starterfeld mit über 70.000 Menschen so riesig ist, dass wir noch lange nicht loslaufen konnten. Irgendwann, so gegen viertel vor acht, setzten wir uns langsam in Richtung Startlinie in Bewegung. Für mich war toll, dass der Moderator, der die Menschen beim Laufen anfeuerte, auch immer die Namen der Firmen verkündete, die gerade an ihm vorbeiliefen, und dass die Betreffenden dann begeistert jubelten. Endlich kamen wir an ihm vorbei, und er begrüßte die Läuferinnen und Läufer der Verwaltung des Landtags von Rheinland-Pfalz. – Hurra! – und dann ging es über die Startlinie.
Um mich herum war eine Geräuschkulisse von tausenden von Füßen, die auf dem Asphalt liefen, und natürlich wurde der Schall von den Häusern noch zurückgeworfen. Es war sehr beeindruckend. Damit unsere Gruppe zusammenbleiben konnte, hatten wir eine Werbefahne des Landtags von Rheinland-Pfalz bei uns. Die Leute aus unserer Gruppe hielten beim Laufen das Tuch der Fahne, und ich lief mit Brigitte hinterher. So konnten wir gewährleisten, dass sich kein anderer zwischen uns drängen und die Gruppe trennen konnte. Wenn ich die Hand ausstreckte, konnte ich jederzeit die Fahne vor mir berühren.
Die Strecke, die wir zu bewältigen hatten, war 5,6 km lang. Auf dem Weg wurden wir von vielen Menschen mit Rufen, Trommeln und anderen Instrumenten angefeuert. Die Stimmung war super. Die ersten 2 km kamen mir am längsten vor, aber dann ging es immer besser. Brigitte sagte immer: „Langsam, langsam!“, damit wir nicht in die Fahne liefen. Als etwas unangenehm empfand ich, dass mein Mund während des Laufens so trocken war, aber wir hatten vorher vereinbart, möglichst keine Trinkpausen einzulegen, damit wir die Gruppe nicht verlieren. – Ich glaube, das wäre echt der Horror für uns beide gewesen.

Schließlich hatten wir es dann geschafft. Eine Kollegin sagte schon, dass jetzt gleich die Trommler kommen würden und wir dann gleich im Ziel seien. Es war ein Riesenjubel, als alle Läuferinnen und Läufer nach und nach im Ziel eintrafen. Danach gingen es dann gemeinsam zum gemütlichen Teil über.
Ich fand es sehr beeindruckend, mit so vielen Menschen zusammen zu laufen und auch den Teamgeist mitzuerleben, der sich beim Laufen entwickelt. Unsere Gruppe kam geschlossen im Ziel an. Keiner wurde abgedrängt, keiner ging verloren. Beim JP Morgan-Lauf geht es nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern um die Gruppenzusammengehörigkeit und darum, gemeinsam im Ziel anzukommen. Das hat mir besonders gut gefallen. An dieser Stelle sei noch einmal ganz herzlich sowohl den Läuferinnen und Läufern der Landtagsverwaltung als auch meinem lieben Sehhund gedankt. Es war ein Riesenspaß, und ich würde jederzeit wieder mitlaufen.

Die Bilder vom JPMCC gibt es [hier]

17.06.2010

52. Bieler Lauftage 2010

Biel, die Nacht der Nächte! Vor 2 Jahren war ich bereits in Biel und ich habe bisher kaum einen Lauf absolviert, der so emotional war.
Für Brigitte war es das erste Mal in Biel sie konnte sogar ihre PB über 100 km auf 11:51 Std. verbessern. Auch ich konnte unter 12 Std. finishen.

Vielmehr will ich zu Biel gar nicht schreiben und lieber auf die Berichte von marathon4you [hier] verweisen, insbesondere auf den Bericht von Daniel [hier]

Meine Bilder gibt es [hier]






01.06.2010

4. Rheinsteig-Extremlauf (RHEX) 2010

Bonn - Königswinter - Bad Honef, 34 km und 1.200 Hm. So liest sich die Ausschreibung zum Rheinsteig-Extremlauf, der dieses Jahr nun schon zum vierten Mal stattfindet. Vor genau 3 Jahren war ich in Bonn und habe zum ersten Mal von dem Lauf gehört. Die Erinnerungen an damals ziehen mich immer wieder nach Bonn und so ist es mir auch egal mit "nur" 34 km keine Verbesserung in meiner Marathonstatistik zu erhalten.

Start ist das Telekom-Gebäude in Bonn-Ramersdorf. Dort sind ausreichend Parkplätze, wo auch Dieter mit mir und seinem Sport-Flitzer einen Stellplatz findet. Die Startnummernausgabe erfolgt im Telekomgebäude, dort gibt es auch noch Kaffee, etc. Obwohl heute ja "nur" 34 km angeboten werden, treffe ich trotzdem viele sog. Marathonsammler.
Der Start erfolgt schon um 8 Uhr. Nach dem Startschuss verlassen wir recht zügig den Ort und kommen schnell auf einen Waldweg. Die ersten Steigungen sind über Treppen zu absolvieren. Insgesamt werden 11 VP auf der Strecke angeboten, es gibt Wasser, Tee und zum Teil Cola. Zusätzlich werden an manchen VP noch Obst, Schokolade und Salzstangen angeboten. Es geht über den Petersberg vorbei am Steigenberger Hotel. Hier befindet sich auch VP 4. Dieter erzählt mir, dass es hier in der Vergangenheit auch schon mal Sekt gab. Den gibt es heute leider nicht. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass Brigitte heute nicht mit uns gestartet ist. Verpflegungshöhepunkt ist dann aber der Drachenfels (VP6), denn dort werden verschiedene Streuselkuchen-Variationen angeboten. Hier kann man den Kuchen und die Aussicht genießen, die trotz des schlechten Wetters noch sehr eindrucksvoll ist.
Danach geht es steil bergab um anschließend gleich wieder auf den längsten Anstieg der Strecke, hoch zur Löwenburg zu gehen. Danach geht es wieder steil bergab und es sind noch knappe 10 km. Es geht immer wieder hoch und runter und durch den Regen der letzten Tage ist es rutschig und schlammig. Der Himmerich ist die letzte Anhöhe. Ab jetzt geht nur noch bergab Richtung Bad Honef. Die Strecke verläuft durch Bad Honef, denn das Ziel liegt auf der Insel Grafenwerth. Hier gibt es eine sehr leckere und üppige Zielverpflegung und Duschmöglichkeiten im Freibad. Die Duschen sind eiskalt, sodass man recht zügig fertig ist ;-)
Mit der Straßenbahn geht es dann zurück nach Bonn zum Auto.

Fazit:
Auch wenn es "nur" 34 km sind, ist die Strecke sehr anspruchsvoll aber sehr schön und abwechslungsreich. Zur Bewältigung der Strecke sollte man ungefähr seine Marathonzeit einplanen. Die Verpflegung ist super und die Anzahl an Helfern und Streckenposten ist beeindruckend.
Und hätte die Strecke 42,195 km wären viel mehr bekloppte Marathonsammler da ;-)

Meine Bilder gibt es [hier]

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