Wilkommen beim pheidippides.de-Blog!
[H O M E]

Ich freue mich auch über Kommentare zu meinen Blog-Einträgen, diese sind ab sofort auch ohne Anmeldung möglich.

15.12.2013

9. MMM 2013 - Infomail an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer


Liebe Läuferinnen und Läufer,
 
jetzt sind es nur noch ein paar Tage bis zum 9. Mainzer Maaraue (Ultra-)Marathon 2013 und wir freuen uns dich am kommenden Sonntag begrüßen zu dürfen.
Du erhältst diese Mail, weil du dich angemeldet hast und nun in der Starterliste stehst.
 
Folgende Hinweise für den 9. MMM am 22.12.2013:
  1. Der Startschuss soll pünktlich um 10 Uhr erfolgen. Sei deshalb bitte frühzeitig vor Ort (am besten zwischen 8:30 und 9:00) um deine Startnummer und deine Startertüte abzuholen. Wir werden ab 8 Uhr da sein.
  2. Wir bitten dich die Startnummer sichtbar zu tragen.
  3. Vergiß deinen Geldbeutel nicht um etwas in die Spendendose zu werfen.
  4. Zur Absicherung von uns, bitten wir den beiliegenden Haftungsausschluss ausgefüllt und eigenhändig unterschrieben mitzubringen (deine Startnummer erfährst du über o.g. Link).
  5. Parkplätze dürften ausreichend zur Verfügung stehen. Gegenüber der Einfahrt zum Start befindet sich nun auch ein neuer Penny-Markt. Diese Parkplätze dürfen ebenfalls verwendet werden. Dort befindet sich auch eine Bäckerei, die am Sonntag von 7-12 Uhr geöffnet hat. Dort könnt ihr vor dem Start noch einen Kaffee trinken und/oder ein Brötchen oder Teilchen essen. Dort befindet sich auch eine Toilette.
  6. Im Start/Zielbereich gibt es keine Toiletten. Es gibt auch keine Duschen im Anschluss! Auf der Strecke befindet sich eine öffentliche Toilette auf mainzer Seite kurz nachdem ihr über die Theodor-Heuss-Brücke am Rheinufer seid, kurz vor dem Hilton-Hotel auf der rechten Seite.
  7. Deine Eigenverpflegung kannst du entweder in deinem Auto lassen (sofern du einen Parkplatz dirket am Start hast) oder bei uns auf einem extra Tisch deponieren.
  8. Wir werden aber auch selbst folgende Verpflegung anbieten: Red Bull Cola, Red Bull Energy, Tee, Salzgebäck, Kuchen, etc.
  9. Zum Zieleinlauf gibt es Bitburger 0,0%, Radler 0,0% und Apfel 0,0% 
Falls uns noch etwas einfällt, gibt es noch mal eine Mail 
Am Veranstaltungstag sind wir über +49 15 20 9 89 06 35 telefonisch oder WhatsApp erreichbar.
 
Alle weiteren Infos habt ihr aber bestimmt schon auf www.pheidippides.de/mmm oder auf Facebook unter https://www.facebook.com/pheidippides.de gelesen ;)
Falls noch nicht geschehen, würden wir uns natürlich über ein 'Like' auf FB sehr freuen 
 
Mit sportlichen Grüßen
Sascha & Biggi

17.11.2013

8. Hemsbacher Silbersee Marathon


Zurück vom 8. Silbersee - Marathon des LT-Hemsbach. 
Biggi wurde 1. Frau!!!

Ab sofort gibt es unsere Berichte und Bilder bei marathon4you.de




12.09.2013

1. Mainzer Firmenlauf

[von Sascha]
Firmenläufe sind ja groß in Mode. Großes Vorbild ist dabei der JPMorgan-Lauf in Frankfurt, der mit über 70.000 LäuferInnen als größte Laufveranstaltung der Welt gilt.

Koblenz hat einen und Kaiserlautern auch.
Nun hat die Landeshauptstadt Mainz auch einen Firmenlauf. Ca. 4.000 LäuferInnen gingen heute bei der ersten Auflage an den den Start und ich war mit über 20 KollegenInnen des Finanzministeriums dabei, Biggi und der Landtag waren zu 12. vertreten.
Die Strecke führte über 5km durch die Altstadt, u. a. vorbei am röm. Theater und Dom. Zeit spielt bei solch einer Veranstaltung keine Rolle, sondern vielmehr der Spaß und das Miteinander. Spätestens nach einer Stunde waren alle TeilnehmerInnen wieder im Ziel.

Ich hoffe wir sind nächstes Jahr wieder dabei. Vielen Dank an die Teamcaptains vom FM und Landtag.

Meine Bilder gibt es [hier]


Veranstalterseite

Ergebnisliste

01.09.2013

Der Schatz am Silbersee...

... ist nicht eine versunkene Schatzkiste im Wasser, die nur darauf wartet von Winnetou und Old Shatterhand persönlich geborgen zu werden sondern viel besser:
Es ist ein wahrer Schatz, den sich der LT Hemsbach gesichert hat.
Eine Runde um den Silbersee hat exakt vermessen genau so viele Km (wenn man sie 8 mal läuft) wie ein Marathon.
Wen wundert es dann schon, das wir Läufer in der Umgebung mit strahlenden Augen die Einladung zum 7. Hemsbacher Silbersee-Marathon lasen und mit freudiger Erwartung am Start erschienen.
Natürlich wollte auch ich mit meinem Schatz am Silbersee laufen...
Wie üblich brachte jeder seine eigene Verpflegung mit und für 5 Euro wurden die Teilnehmer in die Starterliste eingetragen, es gab ein Multifunktionstuch vom LT Hemsbach und bei Finish eine Urkunde.
Völlig entspannt und nach kurzem Briefing von Bernhard ging es auf die Strecke. Zuerst liefen wir ein Stück über Asphalt, vorbei an einem Maisfeld und dann über einen kleinen Pfad durch Büsche und Bäume retur zum Strandbad wo wir unsere Verpflegung deponiert hatten.
Die Strecke war sehr kurzweilig.  Jeder konnte für sich entscheiden auch mal die Strecke andersherumzulaufen, ich hatte mir vorgenommen dies bei der vorletzten Runde zu tun. Mir war doch recht warm und der See sah mich verlockend an. Bei Km 21 dachte ich eigentlich wäre Halbmarathon doch genug und ich könnte nun schön schwimmen gehen...
Sascha war flott unterwegs und ich zog alleine meine Runden. Schwimmen im See sollte heute meine Belohnung sein, wenn ich den Marathon finishe. Als ich auf meine 6. Runde ging, kam Andy schon aus dem Wasser. Er hatte für heute sein Soll erfüllt und sich nach getanem Training erfrischt.
Bei mir lief es nicht so richtig und ich spazierte die letzte Runde. Von weitem sah ich Sascha der jetzt auch mehr zum gemütlichen Teil überging und sich lieber mit seiner Kamera beschäftigte als zu laufen. Gemeinsam schlappten wir den Rest der letzten Runde. Daniel trug die Zeiten ein und füllte unsere Urkunden aus, Sascha holte unsere Handtücher und ein Deckchen aus dem Auto und ich.....
hüpfte wie ich war ins Wasser!!!!
Vielen Dank an Daniel und dem LT Hemsbach für die Einladung zum Lauf, es war wie immer ein rundum gelungener Tag bei euch !

Bilder von Daniel [hier]



23.07.2013

Die Fleißige wird belohnt


[von Biggi]
Ganz dick im Laufkalender eingetragen habe ich seit dem letzten Jahr, den 24h-Lauf in Dettenhausen. War es doch trotz schlechtem Wetter und meinen ersten Laufversuchen nach meiner Knie-OP ein tolles Event.
Dieses Jahr hat es meinen Sascha erwischt und ich wollte gerne mal für mich die 160 Km knacken.
Die Wettervorhersage klang optimal für eine laue Sommernacht im Auto.
Wir reisten am Freitagabend an und machten es uns schon mal am Streckenrand gemütlich. Die meisten Gesichter der Helfer waren uns vom letzten Jahr noch sehr gut bekannt. Während wir uns lediglich um unseren VP am kommenden Tag kümmerten, hatten hier die Aktiven noch alle Hände voll zu tun.
Früh morgens reisten nach und nach die Läufer an und machten sich mit Zelt und VP startklar für einen langen heißen Tag.
Die Strecke war wieder wie im letzten Jahr 1,6 km lang. Dieses Jahr noch besser beleuchtet für die Nacht und den Wegabschnitt, den es vom Regen weggespült hatte, war komplett neu aufgeschüttet worden. Es wurden 2 Wasserstellen eingerichtet und ein Brauseschlauch in einem Sonnenschirm an der Strecke bereitgestellt. Das Sportheim hatte sich mit Essen und Trinken für uns gewappnet, die Massageliegen warteten nur auf Läuferbeine und die elektronische Zeitnahme ersparte uns das Rundenzählen. Wir mussten eigentlich nur noch selbst laufen!
Dies taten wir dann auch um 10 Uhr.
Bei mir lief es sehr gut. Ab 12 Uhr war es richtig heiß, die Sonne war gnadenlos und es gab nur wenige Schattenstellen. Da ich vorhatte durch die Nacht zu laufen nahm ich das Tempo raus. Nur im Schatten lief ich, alles andere "kampfwanderte" ich mit meinen Stöcken. Bei jeder Runde nutzte ich die Brause um mich irgendwie abzukühlen und versorgte mich ordentlich mit Getränken.
Sascha wollte seine 45-50km laufen und dann Supporter für mich machen. Als ich 60 km auf der Uhr hatte besorgte Sascha mir ein Bier und ein Brötchen. Bei Conny und Jörg hatte ich einen Piccolo in deren Kühlschrank deponiert und mein Plan war bei 100 km mir diesen zu gönnen. Bei der Hitze schmolz auch mein Wunsch von 160 km auf ...ich mach mal 100 und guck mal was noch geht.
Zwischenzeitlich zeichnete sich ab, wer von den Männern weit vorne im Feld lag, Adam und sein Papa Janos kamen an jeder Runde einmal an mir vorbei. Mit 2 anderen Läufern hatte ich immer wieder nette Begegnungen beim gegenseitigen Überholen. Langsam wurde es Abend und ich hatte keine Ahnung wie es im Frauenfeld stand. Mit Sascha machte ich eine gemütliche Runde. Um dann meine Neugier zu stillen bin ich zur Zeitnahme um mal nach den Girls im Feld zu schauen...
Natürlich staunte ich nicht schlecht, dass ich führende Frau mit fast 16 km Vorsprung war!
Also wenn das keine Motivation für die Nacht ist!
Sascha legte sich nun schlafen und ich freute mich auf eine sternenklare Vollmondnacht.
Auf der Laufstrecke wurde es ruhiger und vereinzelt zogen wir unsere Runden. Einige Staffelläufer gabelten mich auf und begleiteten mich durch die Dunkelheit. Die Helfer waren immer noch unermüdlich und fröhlich  an der Strecke um uns zu versorgen.
Irgendwann hatte ich meine 100 km voll und stellte mit bedauern fest, das meine liebe Conny in ihrem Häuschen am schlafen war und ich wohl mein Piccolöchen erst zum Frühstück bekommen würde.
Also musste mein Supporter wieder ran ein Bier und ein Brötchen für mich organisieren.
Da ich bei Nacht schlecht sehe und ich alleine weiter bin, hatte ich leider keine Musik auf den Ohren wie sonst üblich, sonst hätte ich diese Begegnug der besonderen Art überhaupt nicht mitbekommen...
Gab es doch tatsächlich eine Läuferin die hinter mir herpöpelte und wie ich nun weiß, sucht sie sich gerne Opfer damit es bei ihr besser läuft! Naja, im Gegensatz zu ihr hab' ich mich sportlich verhalten und es einfach  ignoriert. Warum soll ich mir einen tollen Tag verderben?!?
Leider musste mein Sascha deswegen aus dem Bettchen und mit mir die ein oder andere Runde durch die Nacht spazieren, denn irgendwie hatte ich keine Lust mehr diese Läuferin alleine zu überholen!!!
Als es endlich wieder hell wurde beschloss Sascha mit mir nun bis zum Ende der 24 Std auf der Strecke zu bleiben.
Langsam kamen alle wieder aus ihren Schlafsäcken gekrochen. Am VP der Ultraschnecke gab es kleine Häppchen und kühle Getränke. Jetzt wurde es wieder fröhlich und voll auf der Laufstrecke, während die Staffelläufer nun mächtig Gas gaben, waren wir Einzelkämpfer doch mehr als schleichend unterwegs. Viele mit denen ich in den letzten Stunden hier unterwegs war, spazierten nun zusammen mit Sascha und mir die letzten 2 Stunden bis zum Finish.
Mit einer gemeinsamen Runde beendeten wir den 9. Dettenhauser 24h-Lauf
Adam und sein Papa belegten Platz 1 und 2.
Hilmar, der Abends noch auf Platz 4 war, konnte sich in der Nacht mit vielen Runden doch den 3. Platz sichern
Mein Sascha hat dann noch 79 Km auf den Tacho bekommen und meinereiner [hihihihihi]  trotz oder gerade wegen des angepöpelt werden, wurde mit 145 km erste Frau!!!

Die Fleißige wird belohnt und zwar mit einem riesigen Blumenstrauss und einen 1. Gesamtplatz!
Danke Euch allen für diese 24 Stunden.

28.06.2013

23. Johannisfestlauf (3-Brücken-Lauf) 2013

Dem einen oder anderen ist die Strecke (3-Brücken) ja vielleicht vom MMM bekannt. Anlässlich des jährlichen Johannisfestes in Mainz, veranstaltete heuer die Stadt Mainz den Johannisfestlauf auf der 3-Brücken-Route nun schon zum 23. mal.

Biggi und ich waren diesmal wieder als Streckenposten unterwegs.

Beine Bilder gibt es [hier]


23.06.2013

von Szczecin nach Kolobrzeg der Sonne entgegen...


[von Biggi]
...gestern hatten wir Wojciec persönlich kennengelernt, den Veranstalter des 147 Ultramarathon´s.
Über E-Mail Kontakt hatte er sich schon ganz viel um uns gekümmert und uns bei unserer Idee, nach dem Zieleinlauf in Kolobrzeg im Sanatorium San noch 3 Tage Urlaub zu machen sehr geholfen.
Sprache ist nicht wirklich ein Problem, aber es war schon sehr hilfreich, dass Wojciec extra mit uns ein seperates Meeting machen wollte am Vortag des Laufes.
Wir bekamen von ihm ein Garmin-Navi und viele Informationen zum Roadbook.
Laut Ausschreibung waren  6 VP`s eingerichtet an denen es 1,5l Wasser und etwas zu essen gab.
Am Lauftag wurden wir extra von ihm abgeholt und durften bei ihm und seiner Familie die Zeit bis zum Start verbringen.
Um 15 Uhr fanden wir uns am Orla Bialego ein.
Wir hatten noch 3 Stunden bis zum Start. Auf dem kleinen Platz fanden sich nach und nach die Läufer und Wanderer ein. Im Restaurant gegenüber konnten  wir uns in den Sanitären anlagen noch umziehen und frisch machen für unseren langen Weg nach Kolobrzeg.
Sascha und ich hatten 2 Drobbags abgegeben, jeweils mit Schuhen, einer Cola, Sanitätszeug und Socken, der 3. Drobbag war unsere Tasche für den Urlaub!
Heute war es richtig heiß, seit Wochen hatten wir in Deutschland auf die Sonne gewartet und jetzt lachte sie uns entgegen. Da wir nun wussten, das der erste VP nach Km 30 kommen sollte, tranken wir soviel wir konnten vor dem Start.
Auf dem kleinen Platz herrschte kameradschaftliche Atmosphäre, wir machten Fotos, kamen ins Gespräch (mit Händen und Füssen). Wir hatten alle nur ein Ziel: Ankommen!
Endlich um 17.45 stellte sich Wojciec auf den Geländewagen um das Briefing vorzunehmen. Um 18Uhr wurden wir vom Ertönen der Vuvuzela auf die Strecke gelassen.
Zwei Footballspieler liefen voran um uns aus der Stadt zu lotsen bis zur Brücke. Von dort an war jeder auf sich allein gestellt. Das Läuferfeld gab mächtig gas und zog sich schon recht schnell auseinander.
Die Sonne brannte gnadenlos auf uns herab, Sascha und ich versuchten in unsere gewohnte Ruhe zurückzufinden und in gemäßigtem Tempo die Strecke anzugehen.
Bei etwa 10Km war außerplanmässig ein VP mit Wasser und Iso aufgebaut.
Jede menge Streckenposten wiesen uns den Weg, die Wegmarkierungen durch Schilder und Pfeile waren optimal zu finden. Langsam liefen wir in den Abend hinein Richtung Sowno unseren 1.VP.
Dort gab es leckere Suppe, Würste, Wasser, Bier, etc.soviel wir mochten!!
Sascha und ich machten dort ausgiebig Pause und stärkten uns für die Nacht. Mit Stirnlampe vollem Trinkrucksack und noch vollerem Bauch, machten wir uns aus den Weg zum 2. VP in Maszewo der uns bei Km 47 erwartete.
Langsam spulten wir unsere KM runter. Stundenlang gab es ein überholen und überholt werden von den selben Läufern.
Unterwegs beschlossen wir in Maszewo nur unsere Getränke aus den Drobbag zu nehmen und dann zügig weiterzulaufen. Auch hier gab es auch wieder jede Menge an Getränken und süsse Teilchen!
So machten wir uns wieder auf in die Nacht zu unserem 3.VP in Novogard.
Die Morgendämmerung setzte schon kurz nach 4Uhr ein. Jetzt zeigte sich uns die aufwachende Natur und endlich konnten wir die Stirnlampen wieder einpacken. Mit der aufwachenden Natur wurden allerdings auch die Moskitos wach und ihnen ging es wie uns : sie waren durstig!!!
Endlich in Novogard angekommen, machten wir Sockenwechsel. Zu unserer Überaschung hatten wir viel Sand in den Schuhen, und was uns bisher als frisch und angenehm im Schuh vorkam wurde nun zum Superpeeling. Ich wusch und puderte meine Füsse bevor ich sie wieder in meine Sandschuhe steckte. Die Mädchen am VP machten uns heisses Wasser für Brühe, es gab wieder süsse Teilchen und Getränke zum auffüllen. Hier waren einige Isomatten ausgebreitet und der ein oder andere Läufer machte dort ein kurzes Schläfchen.
Die hälfte war fast geschafft, also ging es weiter. Der nächste VP war in Ploty auf Km 90,5 und dort wollten Sascha und ich endlich mal ein Bier trinken.
Unterwegs überholten wir dann doch einige Läufer, wir waren auf gutem Kurs bisher konnten wir mit einer Ankunftzeit von  ca 21Std rechnen.
Bei VP 4 angekommen, kauften wir uns ein Bierchen und zogen direkt weiter. Bei Km 93 verfransten wir uns etwas. Ich hatte schon mein Roadbook gezückt um wieder auf Kurs zu kommen, als an derselben Stelle 2 andere Läufer das gleiche Problem hatten. Acht Augen versuchten nun herauszufinden wo die Füsse hinsollten. Relativ schnell hatten wir aber wieder unsere gewohnte Beschilderung gefunden und es konnte weitergehen.
Mit zunehmendem Tag bruzzelte die Sonne auf uns runter und die Moskitos waren nicht mehr abzuschütteln. Langsam lösste sich auch die gepeelte Haut von den Füssen. Nach einem ordentlichen Schluck Wodka fingen Sascha und ich an unsere Füsse zu verarzten.
Wir hatten in Brojce unser 2. Drobbag mit Schuhen deponiert und dort auch reichlich Pflaster und Socken, also nix wie dorthin. Vor lauter Sorge um meine Füsse und Schuhwechsel hatte ich dann irgendwie verpeilt, mich ordentlich mit Wasser zu versorgen.
Bei km 112 ging meine Uhr aus. Bei Sascha spielte das GPS verrückt und er hatte plötzlich über 300km auf der Uhr.
Wir merkten, das wir nun durch ständiges verarzten der Füsse und dehydrierung nur noch langsam vom Fleck kamen. Vor uns war kein Läufer in Sicht und von hinten kam auch keiner mehr!
Bei Vp6 in Byszewo (128,2km) bekamen wir Tee, Iso, Wasser. Wir tankten erstmal richtig auf. Hier gab es eine Riesenwasserschüssel zum erfrischen, was wir auch taten!
Noch 18,80Km!!
So schnell wir konnten brachen wir wieder auf. Bisher war nur eine Frau hier vorbeigekommen, war meine Info von den Mädels am VP....
Ich wollte nun unbedingt im Zeitlimit ankommen!
Ohne unsere Kilometerangabe auf der Uhr, wurde es dann doch recht schwierig die Zeit einzuschätzen. Als wir noch 2 Std bis Cut off hatten, waren wir sicher das es noch 14 Km oder mehr wären, also völlig ausgeschlossen in unserer Verfassung in Limit zu bleiben.
Plötzlich fuhr uns Wojciech mit seinem Geländewagen entgegen. Erfreut uns hier zu sehen sagte er uns das wir ja nur noch 10 Km vor uns hätten und er von uns erwartet das wir pünktlich im Sanatoium ankommen!
Kein Stop mehr für verarzten oder was auch immer, jetzt ziehen wir durch!
Also wieder weiter so schnell es eben ging. Ich setzte meine Geheimwaffe ein... Fassnachtsmusik
hinter mir war Sascha nun auch am singen... Uns war klar, wir machen heute ´ne Punktlandung mit Einlauf von knapp 24 Std.
Kurz vor Ortseingang überholte uns ein Läufer. Hier wurde es kniffelig, die Strecke führte über Kreisel und Zebrastreifen. Ich hatte irgendwie abgespeichert, das ich irgendwo am Meer entlang zum Ziel kommen würde. Mit dem Roadboock in der Hand und fast schon am aufgeben, fuhr der Landrover von 147 ultra an uns vorbei und hielt urplötzlich an.
Wojciech sprang aus dem Wagen und zeigte uns die Richtung. Ich fing an zu rennen wie blöd und Wojciech lief mit mir um mir die Strasse freizumachen, er gegleitete mich über unzählige Zebrastreifen " jetzt noch 1Km dann links rein zum Sanatorium und lauf" ich hole jetzt Sascha...
Ich lief nun als wäre der Teufel hinter mir her, vor mir tauchte der Läufer auf, der uns vorher überholt hatte. Wir liefen zusammen die Treppen zur Reception ins Sanatorium hinauf..Ich bin da! Ich bin im Limit! Es ist geschafft!! Nachdem ich in der Liste aufgenommen war, bin ich raus um nach Sascha zu sehen.
Eine Minute nach mir kam auch er angerannt um zu finishen.
Noch bevor wir die Medallie und die Urkunde bekamen, hatte man uns schon das erste Bier gezapft!!!
Oh wunderbare Welt, wir sind da, wir haben Urlaub und wo ist das Meer!
Wir hatten noch eine viertel Stunde Zeit bis es zur Siegerehrung ging, hier waren sie, die wirklichen Helden, in grandioser Zeit kamen die 3 ersten Männer ins Ziel!

Alle Läufer konnten hier noch Abendessen und sich in einem seperaten Raum hinlegen und ausschlafen. Wir checkten in unser Zimmer ein und feierten bei Bier und Wodka mit einigen Läufern an der Bar.
Tags drauf wurden die Wanderer erwartet und gebührend gefeiert.
Alles in Allem haben von  53 gemeldeten Läufern 33 das Ziel im Limit erreicht
und von 27 gemeldeten Wanderern kamen 14 an.
[Ergebnisliste]
[Bilder]




11.06.2013

147ultra.pl




2. Ultramarathon 147ultra.pl von Szczecin nach Kolobrzeg mit 147km.
Biggi und ich waren bei der zweiten Auflage dabei.
Zum Glück gab es diesmal Streckenmarkierungen zum Roadbook. Bei der Premiere im Vorjahr gab es nur ein solches.
Laut Veranstalter war dies jedoch problematisch.
O-Ton Veranstalter: "Weißt du, wer läuft Ultramarathon in Polen??? Alter Mann, wo braucht Brille und kann nicht lesen kleine Heft!"

Der komplette Bericht mit Bildern folgt!!!

Hier aber vorab schon ein paar Bilder [hier]



Biggi und ich haben dem Veranstalter schon geholfen die Schilder abzunehmen ;)

11.05.2013

Ziemlich am und locker im Limit ...

Um durch die Nacht zu wandern und zu laufen planten wir den Hollenmarsch mit seinen101Km. Bei näherem Lesen der Ausschreibung stellten wir jedoch mit Bestürzung fest, das beim Marsch nicht gelaufen werden darf. Uns war klar, dass wir keine 20 Std nur marschieren können. Andererseits war für den Hollenlauf über Tag ein 15stündiges Zeitlimit vorgegeben. Vor zwei Jahren waren wir mit Didi auf dem 67 km Kurs unterwegs, weshalb wir schon einigen Respekt vor der uns bevorstehenden bekannten Strecke hatten. Wir entschieden uns dennoch für den Lauf zumal wir uns nicht vorher schon auf die Streckenlänge festlegen mussten... 67 km auf alle Fälle, wenn wir schnell genug sind dann die 101km. 


Wir meldeten uns Freitagabends nach, zu den Startunterlagen gab es einen Gutschein für ein  kostenloses Frühstück am nächsten morgen. Wie üblich im Sommer schliefen wir im Auto in der Nähe des Start/Ziel-Bereiches. Romantisches Regentropfentrommeln ließ unseren Optimismus für den kommenden Tag ein wenig schwinden. Als wir morgens um 5 Uhr aus dem Auto krochen, war es ziemlich frisch. Etwas bedrückt gingen wir zum Frühstück, hier erhellten sich unsere Gemüter sofort. Ein tolles superorganisiertes Frühstücksbuffet: mancher Starter konnte den Leckereien nicht wirklich widerstehen und ließ sich auch die Rühreier und den Obstsalat nicht entgehen. So gestärkt standen wir dann alle an der Startlinie und warteten gespannt auf den Startschuss um 6.30 Uhr.
Die kommenden Stunden verflogen in dieser kurzweiligen Landschaft ziemlich schnell. Alle 5Km gab es VP der Extraklasse: bel. Brote, Cola, Malzbier, Wasser, Tee, Kaffe, Süsses, Saures etc.
Natürlich hatten wir aber immernoch das Zeitlimit im Kopf! Nur nicht zu lange aufhalten am VP zügig die Anstiege bewältigen, abwärts so schnell wie möglich. Jeder von uns hatte so seine eigene Hochrechnung, wann müssen wir an der ersten Wende für km 67 sein, schaffen wir ab da ca 15km zur nächsten für die 101km schnell genug, wieviel Zeit bleibt uns für den Rest der Strecke...
und tatsächlich hatten wir uns eine gute Stunde mehr Zeit für den Rückweg eingelaufen. Mit diesem Puffer konnten wir nun endlich die Landschaft mehr genießen, auch an den VP´s waren wir entspannter und teilten uns auch mal ein Bier.
Bis auf einen heftigen Regenschauer war Petrus gnädig mit uns und wir kamen nach 13.46 Std ins Ziel.
Eine wunderbare Veranstaltung.
Top Verpflegung!
Kackiges Höhenprofil und herrliche Laufstrecke.
Durch die Pendelstrecke bedingt, kann man alle schnellen Läufer auf dem Rückweg sehen.
Spitze Organisation vor und nach dem Lauf.

Wir werden gerne wiederkommen !
Mehr Bilder [hier]
Hier noch ein sehr schöner Bericht von: Peter Ickert von M4you




07.05.2013

Beim Windhagen Marathon gibt es reichlich Schotter...


[schon wieder von Biggi:]
... die jeweils drei schnellsten Damen und Herren können bei allen Wettbewerben schon einiges an Schotter abräumen und im Umschlag mit Nachhause nehmen, alle anderen bekommen reichlich Schotter unter die Füsse. Die Strecke verläuft auf befestigten Waldwegen entlang des Pfaffenbachs und des Hallerbachs. Im Ausläufer des Westerwalds und im Siebengebirge sind für den Marathon ca 542 Hm zu bewältigen.
Für mich eine der wichtigsten Infos bei einem Lauf ist: das Streckenprofil und ab wann gibt es Cola!

VP waren ca alle 5 km geplant und ab KM 30 Cola. Laut Streckenprofil  geht es die ersten 5 Km schön bergab, dann mal rauf mal runter ab KM 26 bis 32 ziemlich heftiger Anstieg dann wieder rauf runter bis ins Ziel. Wie üblich war klar, das ich erst mal richtig Gas geben werde und mich dann Sascha wahrscheinlich ab KM 30 einsammeln muss. Wir starteten zusammen mit den Halbmarathonis was nochmal ordentlich Tempo ins Läuferfeld bringt. Die Sonne blinzelte vom wolkenfreien Himmel runter, heute sollten es 25°C werden. Die ersten 5 Km flogen nur so dahin bei der ersten VP gab es Wasser und Apfelschorle, ich machte Trinkpause und freute mich mit gutgelaunten Helfern über ein so tolles Wetter und einer landschaftlich schönen Laufstrecke. Als die Halbmarathonis abbogen, lichtete sich das Läuferfeld sehr. Zu meiner Freude war ich ziemlich alleine unterwegs (ich liebe das) und konnte einen wunderbaren Sonnentag genießen. Überall war der gelbblühende Löwenzahn. Der Wind sorgte für weiße Blütenflocken von den Bäumen. Endlich zeigt sich der Frühling und ich war einfach mittendrin. Die kommenden KM liefen wie von selbst, ab KM 25 gab es zu meiner Überraschung schon Cola. So langsam wurde ich von einigen Läufern überholt und mit dem ein oder anderen verquatschte ich so manchen Anstieg. Bei KM 34 machte ich dann eine längere Pause, als ich wieder los wollte kam Sascha mit einer ganzen Truppe angelaufen. Wir wollten nun  beide den Rest des Weges zusammen zu bleiben. Zwischenzeitlich wurde es sehr warm und wir waren froh über jeden VP. Bei KM 40 hatten wir das große Vergnügen auf eine gesellige Runde Westerwälder zu treffen, zwar gab es keine Steaks und Bratwurst mehr, aber wir ließen uns gerne auf ein Bierchen einladen (natürlich nur um die Einheimischen Gepflogenheiten kennen zu lernen!)
Nicht besonders schnell, aber zufrieden kamen wir ins Ziel!
Dort bekamen wir im Tausch gegen Startnummer (mit Chip) eine Medaille und als Belohnung alkoholfreies Weizenbier.

Fazit: sehr schöne Landschaft, gute Verpflegung, sehr nette Menschen (der Westerwälder an sich...)
nur mit dem Schotter hab ich`s nicht so, liegt aber an "meine Mumbacher Fieß "(sagt Mama immer)



27.04.2013

Streckenweise zum davonlaufen...


[von Biggi]
oder wo bekomme ich meine Wanderbeine mal ordentlich ausgeschüttelt!
Im letzten Jahr hatten Sascha und ich schon den Weiltal-Marathon ins Visier genommen und wussten das wir diesen unbedingt laufen wollten. Da ich nun seit geraumer Zeit auf Wanderfüßen bin, dachten wir uns, das es nun der Rechte Moment wäre dort an den Start zu gehen.
Wir fuhren mit dem Auto ans Ziel in Weilburg. Von dort wurden wir mit dem Shuttlebus zum Start nach Arnolsheim/Schmitten gefahren. In der Hattsteinhalle bekamen wir unsere Startunterlagen, ein Shirt und einen Kleidersack, diesen konnten wir abgeben und zum Ziel bringen lassen.
Um 9.30 Uhr ertönte der  Startschuss, die ersten km gingen bergab und ich lies es einfach laufen. Zu meiner Freude blinzelte jetzt auch die Sonne zu uns Läufern herunter. Natürlich war ich viel zu schnell unterwegs, aber heute war es einfach mal zum davonlaufen.
Dank des Streckenprofils wusste ich ab Km 5/6 geht es richtig bergauf und ich wollte alle Anstiege ruhiger laufen und ggf. gehen. Genau so machte ich es dann auch, denn nach einem Bergauf kommt immer ein Bergab!
(Foto: Dieter Ehrenberger)
Der Weiltalweg präsentierte sich in einer Vielfalt an Untergrund, Steigungen und meinen vielgeliebten Bergabpassagen. Alle 5 km gab es VP mit Wasser und Apfelschorle. Für mich flog die Zeit nur so dahin, bis km 30 war ich fast schon in altgewohnter Geschwindigkeit unterwegs.
Bei VP 30 gab es Cola ! Da die Sonne uns nun doch richtig einheizte, setzte ich mich und versorgte mich ordentlich mit Getränken. Zwischenzeitlich überholte mich ein Krankenwagen um einen Läufer auf der Strecke aufzulesen. Genau dieses tatütata lockte meine Gehirnzelle der Vernunft wieder hervor.
Noch ca 10 km bis Marathon, noch über 3 Std bis cutoff... wenn ich wandere bin ich in locker 2 Std im Ziel!!! Also Tempo raus! Natürlich bin ich weiterhin gelaufen aber in moderatem Tempo und natürlich mit Gehpausen. Der Veranstalter hatte mehr VP an der Strecke als angegeben bis zum Ziel. Jedes mir angebotene Wasser nahm ich gerne an.
Glücklich und sehr zufrieden kam ich nach 4:07 in Weilburg an. Kaum eine Apfelschorle später lief Sascha sehr entspannt und fröhlich ins Ziel. Für uns war es ein sehr guter Lauftag, auch wenn ich meinem Sascha Streckenweise davongelaufen bin!!
(Foto: Joe Kelbel, marathon4you.de)
Fazit: sehr schöner Weg, gute Verpflegung (ab Km 30 Cola und Salzgebäck,Obst) , optimale Organisation.
Für uns ein rundum-sorglos und gelungenes Laufevent!

Link zur Veranstaltung [hier]

17.04.2013

Die Rheinburgenweg Trilogie

[Von Biggi:]
Vor drei Jahren luden uns Tom Eller und Achim Knacksterdt zu einem Gruppenlauf ein:
Den Rheinburgenweg mit gesamt 110km und rund 4000 hm!!
Obwohl wir beide nicht gerne Gruppenläufe machen (wir haben schon Schwierigkeiten unsere 4 Beine im gleichen Rhythmus zu halten) reizte uns natürlich die anspruchsvolle Strecke. Deshalb nahmen wir die Einladung gerne an. In Koblenz startete eine recht große Truppe mit teilweise sehr starken und schnellen Läufern. Wir hatten damals tagsüber tolles Laufwetter. Bis zur ersten VP in Bad Salzig blieben wir auch alle zusammen. Dort machten wir uns und  unsere Stirnlampen startklar für die Nacht. Als die Dunkelheit hereinbrach zog sich das Läuferfeld stark auseinander. Es wurde kälter und wir konnten durch aufkommenden Nebel nur noch schlecht die Wegweiser finden. Bei Km 50 war der zweite VP, dort schlossen wir wieder zu einem großen Teil der Truppe auf. Die Flotten liefen weiter, wir machten Pause und wärmten uns mit Suppe und Tee. Nach dem Nachladen unserer Trinkrucksäcke machten wir uns dann auch wieder auf den Weg. Vor der Burg in Bacharach sollte der 3.VP sein. Der Nebel wurde immer dichter, Sascha und ich waren alleine unterwegs. Vor Bacharach verliefen wir uns dann, der Schein unserer Taschenlampen wurde vom Nebel verschluckt. Eine ganze Zeit lang irrten wir nur im Kreis umher. Tom versuchte uns per Telefon in die richtige Richtung zu lotsen. Aus der Ferne sahen sie unsere Stirnlampen. Aber wir kamen nicht mehr wirklich auf Kurs. Irgendwann und irgendwie sind wir an die B9 gekommen. 
Wir beschlossen von dort aus den Radweg entlang bis nach Bingen zu laufen. Tom informierten wir über Handy, das wir die Strecke oben verlassen und den dritten VP nicht mehr erreichen würden. Im Laufe der kommenden Stunde kamen uns auf der Strasse Tom und Axel mit dem Auto entgegen um uns noch mit Getränken zu versorgen! Sascha und ich kamen in Bingen gut an , da wir das Auto am Bahnhof geparkt hatten sind wir direkt nach Mainz gefahren. Von Tommy wussten wir, das er und Susi sich auch verirrt hatten.Eine Woche nach dem Lauf, trafen wir uns mit Thomas Hagel und fuhren Abends mit der Bahn nach Bacharach um die Strecke "nachzulaufen" (nicht zur Strafe, nur zur Übung).
Im letzten Jahr starteten wir in mehren Gruppen. Wir blieben auch als kleines Grüppchen zusammen. Leider stieg Thommy an VP3 aus. Sascha und ich blieben bei Joachim, Jom hatte die Karten, Sascha wusste noch wo wir mit Thommy die kritischen Punkte gesucht hatten. Die Ausschilderung war viel besser als im Jahr zuvor .Wir kamen letztes Jahr gemeinsam genau in der vorgegebenen Zeit in Bingen an. Leider verfransten wir uns dann in Bingen auf dem Weg in die Halle.



Dieses Jahr entschloss ich mich Ende Januar, (nachdem ich endlich 40 Wochenkilometer!!! laufen konnte) mit Sascha in der Schneckengruppe (wie Jom so schön schrieb) den Rheinburgenweg erneut anzugehen. Für mich war es wichtig, endlich mal 100km am Stück zu bewältigen. Mit 22Std Zielzeit wusste ich , dass das mit "Kampfwandern" machbar war.
Am Start waren bei uns in der Gruppe ausschließlich schnelle und gut trainierte Läufer, die in Vorbereitung auf den Junut, Wibold, etc waren. Uns war rasch klar, das hier alle vor 22Std finishen würden. Sascha und ich blieben auf 22Std Kurs. Wir telefonierten mit Tom bei km 62/63. Dadurch wussten wir, er war mit einigen Läufern bei km 65. Blöderweise verliefen wir uns durch das Telefonieren und kamen völlig von der Strecke ab.Wir sind dann das ganze Stück wieder retour. Kurz bevor wir wieder am Ausgangspunkt waren, trafen wir auf die schnellere Gruppe (die 2 Stunden nach uns startete), die zunächst etwas irritiert war, da sie von weitem unsere Stirnlampen gesehen hatten und auch fast irrgeleitet wurden von uns.
Von Achim wussten wir, das Axel von VP 3 bis ein Uhr warten würde. Da Sascha und ich die letzten waren riefen wir Axel an, das planmäßig gegen 0.30Uhr mit uns zu rechnen sei.
Natürlich war es wieder in Bacharach das wir uns total verliefen!!! Wir kamen also erst 0:37 Uhr bei Axel an!! Da wir doch ziemlich Gas gegeben hatten, und uns richtig warm war, dachten wir, dass wir nichts aus unseren Dropbags brauchten, außer meinen Prosecco  Wir trafen bei Axel auch noch auf einige der schnellen Läufer, die sich nochmal ordentlich gestärkt hatten für die Nacht. Auch wir verließen zügig VP 3. Die kommenden 7 km legten wir flott zurück.Vielleicht treffen wir ja doch noch auf einige Läufer aus unserer Gruppe dachten wir. Plötzlich fiel Sascha auf, das seine Stirnlampe nur noch schwach leuchtete.Wir hatten Batterien eingesteckt, aber genau die mussten morgens als Saschas Rucksack aufgegangen war raugeplumst sein. Also ging es mit einer Stirnlampe und 'ner Funzeltaschenlampe weiter. Zwischenzeitlich hatte es stark angezogen und wurde doch recht rutschig. Meinereiner dachte auch an das warme Laufshirt in meinen Dropbag... na toll, wenigstens war mein Prosecco schön kalt!

Zwischenzeitlich hatten sich Saschas Füsse doch Blasen zugelegt und wir kamen nur noch recht langsam vom Fleck. Meine Stirnlampe war auch nur noch ein dämmerndes Sternchen in der Nacht. Bei etwa 87km überlegten wir, ob es sinnvoll wäre, mit schlechter bzw keiner ordentlichen Lichtquelle das letzte Teilstück zu erklimmen. Wir dachten auch an den recht langen Schotterweg, der im letzten Jahr Sascha verzweifeln ließ, da er sich damals auch Blasen gelaufen hatte. Wir sind dann über den nächsten Zubringer runter zur B9. Als wir dort ankamen stand das Straßenschild nach Bingen mit 13km über den Radweg ausgeschildert.Schnell waren wir uns einig, ich bekomme meine 100km voll und wir irren nicht im dunkeln umher und Saschas Füsschen müssen nur noch über Asphalt schlurfen. Leider war es so kalt, das wir uns nicht lange auf der Parkbank am Rhein ausruhen konnten und die eigentlich schöne sternenklare Nacht genießen konnten. Zügig machten wir uns auf nach Bingen. Dort angekommen trafen wir auf die schnellen Läufer, die sich schon in Ihre Schlafsäcke eingemummelt hatten. Axel von VP3 hatte schon alle Drobbags in der Halle deponiert und somit konnten wir uns sofort auf den Heimweg machen. Wir meldeten uns per Tel bei Tom ab .
Die Fehlenden 10 km! werden wir natürlich wieder "nachlaufen" Nicht zur Strafe, nur zur Übung!!!

Danke an Tom und Achim, die jedes Jahr den RBWlauf erneut optimieren.
Danke an alle Helfer die mitten in der Nacht und bei der Kälte für uns da waren.

Dreimal waren wir dabei
Dreimal haben wir unterschiedlich das Binger Ziel erreicht.

Ohne den RBWLauf hätte ich mich noch lange nicht wieder an eine große Strecke getraut.Auch wenn wir außerhalb der Gruppe unterwegs waren hatten wir viel Freude auf dem Weg und viel Spaß an den VP´s
Der Weg ist das Ziel und das Ziel ist mein Weg.

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