Wilkommen beim pheidippides.de-Blog!
[H O M E]

Ich freue mich auch über Kommentare zu meinen Blog-Einträgen, diese sind ab sofort auch ohne Anmeldung möglich.

23.05.2010

7. KAPS-Marathon 2010 in Oberbiel


Geheimtip an Pfingsten!
Während am letzten Wochenende unzählige Marathons stattfanden (K-UT, Mannheim, Luxemburg, Heilbronn, Würzburg, etc.) sieht es an Pfingsten eher mau aus. Bad Harzburg ist mir zu weit. Da kommt Dieter gerade richtig mit dem KAPS-Marathon in Oberbiel, den er zufällig im Internet ausgegraben hat.

Hier wird vom Sport- und Modehaus KAPS für 7,50 EUR ein Marathon angeboten. Für die Startgebühr erwarten wir nicht all zu viel. Geboten bekommen wir aber eine super geniale Veranstaltung: einen anspruchsvollen Landschaftsmarathon über 2 Runden mit insgesamt 680 Hm. Abwechslungsreiche Strecke durch Wald und vorbei an herrlich blühenden Rapsfeldern. 5 VP pro Runde mit Wasser, Obst und äußerst hübschen Helferinnen.
Start ist um 10 Uhr in Oberbiel, direkt vor dem Sporthaus KAPS. Parkplätze sind ausreichend vorhanden, wenn auch nicht so richtig ausgeschildert. Nummernausgabe, Start, etc. liegen alle direkt auf dem Gelände des Sporthauses. Wer noch etwas braucht kann sich im KAPS auch noch schnell etwas kaufen. Als Nachmelder zahlen wir 10 EUR. In der Startgebühr enthalten ist ein hochwertiges Funktionsshirt mit dem Logo von KAPS. Mein Vorschlag wäre noch den Zusatz "Finisher Oberbiel" dazu zu schreiben ;-)

Angeboten werden 10km, HM und Marathon. Auf der Startlinie stehen keine Kenianer, sondern Nordic-Walker ;-) Das Starterfeld ist überschaubar und entzerrt sich nach dem Startschuss blitzschnell. Sofort geht es in den Wald und wir  müssen auf den ersten 2,5 km bereits 100 Hm überwinden. Ungefähr auf der Hälfte der ersten Runde passieren wir das Besucherbergwerk der Grube Fortuna. Hier gibt es auch einen VP.
Auf der zweiten Runde wird es dann einsam. Ich laufe zusammen mit Jürgen Teichert, er hat schon über 300 Marathons (und mehr) gefinisht und davon keinen einzigen jemals doppelt gelaufen. Niemand ist mehr vor oder hinter uns zu sehen. Ich schätze, dass keine 30 LäuferInnen die Marathonstrecke absolvieren. Beim vorletzten VP verliere ich Jürgen und bin ab jetzt allein für den Rest der Strecke. Nach knapp 4:18 komme ich ins Ziel. Biggi, Heike und Dieter sind schon da und Biggi wurde mit 4:02 zweite Frau. Duschen gibt es direkt im Squash und Tenniszentrum von KAPS.
Im Ziel gibt es noch für kleines Geld Kuchen, Kaffee, etc. und man kann noch im Sporthaus stöbern.

Fazit:
Bei mir steht der KAPS-Marathon ab sofort fest im Laufkalender. Ich weiß aber nicht, ob ich dafür Werbung machen soll, da er dann vielleicht überlaufen wird und seinen familiären Charakter verliert.
Nun egal, von meinen 11 Marathons in diesem Jahr, zählt er fast zu dem Schönsten und ich kann ihn nur empfehlen.

Meine Bilder gibt es [hier]

11.05.2010

11. Mainz Marathon 2010

Der 11. Mainz-Marathon, das ist Fassenacht im Mai, Rosemontagsumzug über 42,2 km! Das dachte ich jedenfalls vor dem Start. Für gute Stimmung und einen schönen Lauf musste ich dann aber doch selber sorgen.


Der Mainz-Marathon gehört ja zu meinen unbeliebtesten City-Marathons und ist eigentlich eine teure Halbmarathonveranstaltung. Für 42 EUR bekommt man auf der Strecke Wasser aus dem Hydranten und schlecht gemischtes Iso. Für exakt 42 EUR bekam ich am Rennsteig am Tag zuvor über heißen Tee, Cola, Iso (aus der Flasche) und Mineralwasser bis hin zur Bock-wurst einfach alles. Obendrauf gab es noch ein Funktions-Finishershirt, das kostet auch in Mainz extra.
Nun ja, um so mehr danke ich meinem Sponsor GO! Mainz, dass er mir und Brigitte einen Start in Mainz ermöglichte, denn ich selbst war nicht mehr bereit, die Startgebühr in meiner Heimatstadt Mainz zu zahlen.
Zum 11. Jubiläum wurde vom Veranstalter extra zum Verkleiden aufgerufen. Dem musste ich natürlich Folge leisten und schlüpfte in meinen Rosemontagsanzug (Clownskostüm). Biggi wollte Gas geben und mit Kostüm bauchte sie keine Ausrede, warum ich in Mainz nicht schnell bin, da ich ja noch die 72,7 km vom Vortag von Eisenach nach Schmiedefeld in den Beinen hatte.
Bis kurz vor dem Start schütte es aus Eimern und ich konnte kaum Kostüme ausmachen, ein Mainzelmännchen, ein Gockel, eine Kuh und Michi in Baströckchen und Ukulele. Michi war wie ich am Vortag im Rennsteig. Vielmehr gab es wohl auch nicht :-(

Vom Rennsteig zwar müde, aber doch noch aufgeputscht war ich von Beginn an in Feierlaune und trank bereits vor dem Start im GO! Lager einen Sekt (danke Ingo!!!) und zwei Radler. Dabei sollte es aber heute nicht bleiben.
Der Start erfolgt in Mainz um 9:30 Uhr. Nur die ersten Meter fielen mir schwer, dann fand ich meinen Rhythmus. Bei der 3. VP traf ich Conny, der sich sehr über meine Verkleidung freute und mir gleich einen 2009 Silvaner mit goldener Kammerpreismünze einschenkte. Viel besser als Hydrantenwasser! So absolvierte ich gelassen die erste Runde bis ich auf Michi traf und wir gemeinsam die Bühne am Fort Malakoff stürmten. Er hat dann den HM gefinisht und für mich ging es über die Theodor-Heuss-Brücke nach Kostheim.
Ab hier wird es für den Marathoni einsam. Ich schaltete meine Lautsprecher im Rucksack an und spielte AC/DC. Zusätzlich hatte ich eine "Klatsche" mit, die gut Lärm machte. Damit versuchte ich die Läufer zu motivieren, denn mit einer HM Zeit von 2:26 war ich nun recht weit hinten und meine Mitläufer hatten mit der Einsamkeit zu kämpfen. Zuschauer waren auch kaum noch an der Strecke.
Höhepunkt in Kostheim ist der VP vom TVK hier begrüßte mich der Moderator als ersten Clown (hinter wird wohl kaum noch einer kommen). Hier traf ich auch Volker, der mich gleich auf Bier einlud. Wieder viel besser als Hydrantenwasser!
Auf dem Rückweg nach Mainz luden mich Anwohner noch zu einem Glas Maibowle ein. Kostheim eben.
Auf der Brücke dann der erste Augenkontakt mit dem Besenwagen auf der Gegenspur. "Dich kriegen wir!" rief mir der Fahrer zu.
Zurück in Mainz, wird es dann richtig grausam. Es geht auf der Rheinallee über das Schott-Werksgelände nach Mombach. Ich kann vielleicht noch 20 Läufer und genauso viele Zuschauer zählen. An der grünen Brücke dann ein Lichtblick. Hier steht die Mainzer Husarengarde und ich bekomme ein kleines Bier hingehalten. "Wir haben auch Jägermeister", das lasse ich mir nicht zweimal sagen; außerdem ist der Besenwagen noch gute 7 km hinter mir. Im Vereinsraum trinke ich mit den Männern noch ein Bier und einen "Achtung Wild", bedanke mich, laufe weiter. Wieder viel besser als Hydrantenwasser!
Obwohl ich noch sehr gut im Zeitlimit bin, habe ich das Gefühl die Strecke wird schon abgebaut. Die Kapelle in der Industriestraße spielt nicht mehr, sondern grillt im Hinterhof. Hier schnorre ich mir ein weiteres Bier, ernte aber nur verständnislose Blicke, mache mich schnell vom Acker und drehe AC/DC mit "Highway to Hell" auf.
Auf dem Weg aus Mombach raus, kommt mir Conny auf dem Fahrrad entgegen, er hat den VP auch schon aufgegeben, also werde ich dort keinen Silvaner mehr bekommen :-(

In der Neustadt sehe ich vor mir eine bekannte Silhouette: Dietmar Mintgen, Vielstarter und Schnellwalker. Beim Hemsbach Ostermarathon hatte er mich gnadenlos versenkt und jetzt werde ich ihn überholen. Wir sind jetzt bei KM 38 und er jammert über die schlechte Ver-pflegung. Da kann ich Dietmar schnell helfen und besorge uns bei Passanten 2 Flaschen Bier. Das schmeckt auch Dietmar viel besser als Hydrantenwasser!
Weiter geht es um die Christuskirche. Hier komme ich am Basislager von GO! vorbei. Im Rhabanus-Maurus-Gymnasium ist tatschlich noch jemand. Ich trinke noch schnell einen Radler und trete meine Reise Richtung Ziel an.
Der Gutenbergplatz ist wie leer gefegt, kaum Zuschauer und nur Michel Descombs feuert noch die Läufer an. Auf meiner 2. Runde durch die Altstadt werde ich zuerst von 2 netten Mädels auf ein Bier ins L'Arcarde eingeladen und anschließend auf eine Weinschorle im Weinhaus Bluhm. Vorbei an 2 weiteren süßen Sambamädels finishe ich leicht beschwipst in 5:01:30. Nach mir kommen lediglich noch 11 TeilnehmerInnen ins Ziel. Biggi wurde dagegen mit 3:45 65. Frau.
Fazit: Wenn man die inoffizielle Verpflegung in Anspruch nimmt und selbst für Gute Stimmung sorgt, kann Mainz ganz nett sein. Mit Fassenacht hatte das aber nix zu tun.
Einen Pluspunkt gibt es, da es dieses Jahr auch noch für die Marathonis eine Zielverpflegung gab.


Meine Bilder gibt es [hier]  
 

38. GutsMuths-Rennsteiglauf 2010


Manmanman war das ein Wochenende. Es fing freitags schon gut an, als ich für meine Anreise nach Eisenach mit dem Auto über 4 Stunden brauchte.
Die Orga beim Rennsteiglauf ist beispiellos: vom Gemeinschaftsquatier im Elisabeth-Gymnasium fahren Shuttlebusse zur Startnumernausgabe am Markt in Eisenach. Dort findet im Festzelt auch die bekannte Kloßparty statt, bei der man die Gesichter der letzten Wochenenden auch wieder trifft.
Um Kosten zu sparen (ja, meine Fahrrad-Diebe wurden nicht gefasst) hab ich im Auto immerhin 3 Std. geschlafen. Auch morgens wird ein perfekter Shuttleservice zu Start geboten.
Der Rest ist eigentlich schnell erzählt. Die Gepäckabgabe erfolgt an den LKW's. Start ist pünktlich um 6 Uhr. Es gibt kein "Conquest of Paradise" sondern den Holzmichl und das Rennsteiglied. Die Verpflegung auf der Strecke ist einfach sagenhaft und der sog Schleim wirkt wunder. Man sollte sich aber vielleicht über den Namen Gedanken machen. Als "Rennsteig-Bio-Power-Gel" wäre es sicherlich weltweit ein Verkaufsschlager.
Es war kalt und auf den Höhen lag ein eisiger Nebel. Der Regen der letzten Tage hat die Strecke zum Teil in eine rutschige Schlammpiste verwandelt und ich sah viele, die stürzten.
Obwohl ich recht gleichmäßig durchlaufen konnte, war ich auch nicht viel schneller wie im letzten Jahr und von einer 8 kann ich nur träumen. Im Ziel hat es Mirko aber auf den Punkt gebracht: "Du bist einfach übertrainiert!" :o)
Im Ziel in Schmiedefeld gibt es dann großes Halli Galli im Festzelt. Das Gepäck findet man auf einer großes Wiese. Um einer großen Überraschung vorzubeugen, sollte man es vorher wasserdicht eingepackt haben.

Mit dem Shuttlebus geht es dann zurück nach Eisenach (das Busticket sollte man unbedingt beim Abholen der Startunterlagen kaufen). Für die Busfahrt muss man aber gute 90 Minuten einkalkulieren.
Mit Dieter und Heike im Gepäck ging es dann zurück nach Mainz/Wiesbaden. Um22 Uhr war ich dann daheim und morgen ist Mainz-Marathon

Mein Bilder gibt es [hier]



03.05.2010

3. Bärenfelslauf 2010 (53 km)

"Darf es auch ein bisschen mehr sein?" so lautet für gewöhnlich das Motto, wenn Familie Feller an den Bärenfels einlädt. Ausgeschrieben waren 50km und geboten wurden knappe 53km mit 1.500 Höhenmetern. Diese verteilten sich auf 5 Runden mit Verpflegung bei KM 8 und 10,5km.

Am Start sind wieder die üblichen Verdächtigen und sogar Daniel Steiner hat es aus der Schweiz heute an den Bärenfels verschlagen. Damit sich die weite Anreise auch lohnt gibt es für ihn am Sonntag noch den Marathon in St. Wendel.
Der anfängliche Regen beim Startschuss verzog sich schnell und es blieb bis zum Ende trocken. Knackige Anstiege und schöne Trailpassagen sind am Bärenfels obligatorisch. Als ich gerade meine 4. Runde beenden will, überundet mich Daniel und finisht als Viertplatzierter und ich gehe auf meine letzte Runde. Insgesamt finishen 35 LäuferInnen die Ultrastrecke.
Am 17.Juli 2010 findet der 7. Bärenfels Ultra Trail mit ausgeschriebenen 64,8 km (mit Marathon-Trail und Halbmarathon-Trail) statt. Erfahrungsgemäß wird es dann aber auch wieder heißen: "Darf es auch ein bisschen mehr sein?".


Meine Bilder gibt es [hier]


Bericht von Daniel Steiner auf marathon4you.de [hier]
Bilder von Thomas Hagel [hier]


Archiv

Follower