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[H O M E]

Ich freue mich auch über Kommentare zu meinen Blog-Einträgen, diese sind ab sofort auch ohne Anmeldung möglich.

27.06.2009

31. Fidelitas Nachtlauf (80km)

Start war am Samstag um 17 Uhr.

Am Start waren alle Helden der Ultraszene Deutschlands vertreten, oder kamen wie Bernhard Hertinger zu Besuch an die Strecke (er lief heute den Graubünden-Marathon).
U.a. Klaus "Keule" Neumann, letzte Woche finishte er noch den Transeuropalauf.

So, nun finde ich endlich Zeit für meinen Bericht, da ich mich beim Lauf verletzt habe und ständig beim Arzt bin, doch dazu später.

Fidelitas Nachtlauf, vor 2 Jahren bin ich hier zum ersten mal gestartet, es war mein erster Ultra und dann gleich 80 km. Damals war mein Leben völlig aus den Fugen geraten. Ich kannte damals am Start niemanden und niemand wusste, dass ich am Start eines 80km-Laufs durch die Nacht stand. Zwischenzeitlich hat sich sehr viel geändert! Lange Rede, gar kein Sinn: Ich habe eine gewisse Verbindung zu Fidelitas.

Wir sind mit meinem neuen Auto (KII lässt grüßen) am Samstag als Nachmelder angereist. Am Start trafen wir dann viele Bekannte. Es war heiß und schwül und man schwitzte schon ohne einen Meter zurückgelegt zu haben. Pünktlich um 17 Uhr erfolgte dann der Startschuss. Brigitte und ich blieben zusammen, da Brigitte in der Nacht Orientierungsprobleme hat und der Fidelitas nicht für problemlose Markierung bekannt ist. Da wir beide aber einen komplett unterschiedlichen Laufrhytmus haben, war der Lauf für uns beide anstrengender. Auf der Strecke gibt es leider keinerlei KM-Schilder.
Aber nach knapp 10 Std. waren wir im Ziel. Erst da merkte ich, dass mit meinem Zeh etwas nicht stimmte, ich wollte noch nicht mal ein Bier mit Joe trinken, sehr bedenklich! Am Auto traute ich mich dann meine Schuhe auszuziehen und sah, dass ich mir meinen Zeh blutig gelaufen hatte und sich dieser schon entzündet hatte. Joe hatte hiermit schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Deshalb bin ich montags gleich zum Doc, der hat mich dann aus dem Verkehr gezogen um einer Sepsis vorzubeugen. Zwischenzeitlich geht es mir aber wieder besser.

Leider stimmt die Ergebnisliste hinten und vorne noch nicht

Meine Bilder gibt es [hier]

Bericht von Joe bei m4y [hier]


21.06.2009

5. Marathon du Vignoble d'Alsace (Molsheim)

Eine Woche nach unseren 100km ging es für uns in den Elsaß zum Schlemmer-Marathon.

Über Joe bekamen wir einen Freistart :-) und sind bereits samstags angereist. Übernachtung auf dem Campingplatz in Molsheim, der eine super Lage hat: 5 min. zur Marathon-Messe und 2 min. zum Shuttlebus. Brigitte hatte uns wieder Kostüme genäht und so sind wir als Jane und 2x Tarzan gestartet. Am Vorabend gab es bereits ein 3-Gang-Menü mit Wein und zu den Startunterlagen erhielten wir noch einen Trinkrucksack. Auf der Strecke waren insgesamt 12 Wein-Verpflegungsstände eingerichtet, super! Im Ziel gab es dann noch eine Medallie, ein Finisher-Shirt, eine Flasche Wein und als Zielverpflegung den "Marathon-Teller" mit Wein. Wie die Veranstalter das von den Kosten her schaffen bleibt ein Rätsel. Nächstes Jahr sind wir wieder hier, dann nehme ich mir aber am Folgetag frei.

Meine Bilder gibt es [hier]

Bericht von Joe bei m4y [hier]
Bericht von Klaus bei m4y [hier]

Bernhard und Daniel vom LT-Hemsbach waren auch da und haben viele Bilder gemacht [hier]

09.06.2009

1. Ulmer Laufnacht 100 km

Am 12.6. um 23 Uhr starteten wir zur 1. Ulmer Laufnacht mit einem 100km Rundkurs.
Wir haben gefinisht!!!


Bereits Ende letzten Jahres entschied ich mich für die Ulmer Laufnacht. Damals war der Ausschreibung jedoch noch entnehmen, dass es lediglich alle 10km eine Verpflegungsstationen geben sollte. Deshalb wollte Brigitte eigentlich "nur" als Radbegleitung mit.
Doch es kam anders. Zum einen wurden die Verpflegungstationen erheblich aufgestockt (auf nun 16) und zum anderen war ich der Auffassung, dass mich eine Radbegleitung eher ablenkt.
Also wollte mich Brigitte auf den ersten 50km begleiten und "nur" bei der 50er-Wertung teilnehmen. Doch die Startgebühren waren identisch, ob man sich nun für 50 oder 100km anmeldet. Also hab ich uns beide dann einfach für die 100km angemeldet :o)
Trotz Brückenfreitag musste Brigtte arbeiten und kellnern und wir kamen erst um 16 Uhr los und so gegen 19 Uhr in Blaustein an.
Dort war alles bestens organisiert. Ausreichend Parkplätze und in der Lix-Halle waren Matrazenlager eingerichtet. Hier dösten viele Läufer oder konzentrierten sich auf das Bevorstehende.
Zu den Startunterlagen gab es einen neuartigen Chip der Fa. Abavent, dieser sollte ein Live-Tracking während des Rennens ermöglichen. Wie mir aber berichtet wurde, hat man uns auf der virtuellen Strecke nicht gefunden. Um 21:30 Uhr erfolgte ein Briefing mit allen Streckendetails. Natürlich traf man wieder die üblichen Verdächtigen. Wer heute Nacht nicht in Biel ist, der ist in Ulm.
Fast pünktlich um 23 Uhr erfolgte der Startschuss, mit einem Feuerwerk, dem ein Ballonglühen vorausging, ein sehr emotionaler Moment.
Die Radbegleitungen dürften erst am KM10 dazu stoßen. Im Gegensatz zu Biel durften Sie dann aber auf der kompletten Strecke bleiben, was auf den engen Waldwegen im Dunkeln doch nervte. Spätestens hier war auch Brigitte froh, dass sie laufen durfte und ich sie nicht als Radbegleitung in Anspruch nahm.
Im Gegensatz zu Biel geht es im Dunkeln über Stock und Stein, Schotterwege und Wiesen. Hier ist Brigitte auch zweimal gestürzt, weil der dunkle Boden das Licht unsere Stirnlampen komplett schluckte. Zum Glück hat sie sich nicht verletzt. Die Nacht war klar und kühl.
Im Dunkeln stundenlang zu laufen erscheint einem sehr unwirklich und man spult die KM einfach ab ohne es richtig zu merken. KM20 - große Verpflegung im Schloß Erbach, hier trafen wir auch wieder Klaus Kern der mit seinem Team Fotos machte. KM34 - kleine Verpflegung in Unterweiler, Brigitte trinkt einen Schnaps. Punkt 4:10 Uhr, wir waren irgendwo an der Iller setzte plötzlich das Vogelgezwitscher wieder ein und es wird einem schlagartig bewusst: "Du hast die Nacht besiegt"
Kurz danach passierten wir den 50km VP mit Ausstiegsmöglichkeit, hier saßen viele in Ihre "Golddeckchen" gehüllt und warteten auf den Rücktransport. Für Brigitte war es keine Frage mehr weiter zu laufen.
Weiter durch Ulm an der Donau entlang. Hier stellten sich bei mir plötzlich wieder Magen- Darmprobleme ein, auf die ich aber nicht näher eingehen will. KM53 - Wasserstelle: Brigitte trinkt einen Prosecco mit den Helferinnen.
KM63, die letzten 15km gingen topfeben an der Donau entlang, da geht es plötzlich mit 20% Steigung zum Kloster Oberelchingen. Zwischenzeitlich haben sich die 305 gemeldeten Teilnehmer auf der Strecke derart verteilt, dass Brigitte und ich alleine sind. Niemand ist vor oder hinter uns, wir können unsere Zeit nicht richtig einschätzen, sind müde und demotiviert.
K65 - große Verpflegung im Kloster Oberelchingen, vorher ging es über den Friedhof. Es gibt Brühe, Iso, Kuchen usw. aber keinen Kaffee oder Cola :-( Brigitte ist müde und bettelt die Helfer um einen Kaffee an, zum Glück hat einer seine private Thermoskanne dabei. Weiter über Thalfingen und Jungingen zur Wilhelmsburg. Hier ist bei KM80 wieder eine große Verpflegungstation und wir treffen wieder auf Klaus Kern.
Bei KM85 sehen wir plötzlich wieder Läufer vor uns, plötzlich packt uns wieder der Ehrgeiz und wir können wieder schneller laufen, wir holen auf und überholen wieder andere. Das motiviert ungemein, plötzlich machen wir an den restlichen Verpflegungstationen nur noch ganz kurz halt und laufen weiter. Bisher hatten wir uns hier immer etwas zu lange aufgehalten und mit den Helfern gequatscht (dass muss aber auch sein).
Auf die letzten 15km können wir so noch ca. 20 LäuferInnen überholen treffen nach 13:15 Std. im Stadion wieder ein. Der Zieleinlauf ist völlig unspektakulär, es findet gerade ein Fußballspiel statt und keiner nimmt von uns Notiz, die Zielverpflegung ist im Vergleich zur Streckenverpflegung recht karg, bzw. es ist so gut wie nix mehr da. Wir haben das Gefühl als wollte man schon Schluss machen, dabei ist doch erst um 20 Uhr Zielschluss!
Die nächste Überraschung trifft uns, als wir zurück in die Halle kommen, das versprochene Matratzenlager und unsere Taschen sind verschwunden, angeblich findet plötzlich und unerwartet ein Handballspiel statt, wer hatte denn jetzt die Halle gemietet? Wir können jedenfalls unsere Taschen finden und sind genervt, so was braucht man nicht nach 100km. Mangels Ruhemöglichkeit machen wir uns nach dem Duschen mit dem Auto auf die Rückfahrt.



Fazit:
Sehr schöne, anspruchsvolle Strecke. Perfekte Start- und Streckenorganisation, insbesondere das Feuerwerk. Die Strecke war perfekt ausgeschildert und die Helfer super nett und freundlich.
Dass die Taschen weggeräumt wurden und man diesen dann nach 100km nachrennen muss, hat mich jedoch sehr geärgert.

Die Ergebnisse sind endlich online [hier].
Unser 100km-Lied [hier]

Meine Fotos [hier]

Joe, Corinna und Stefan starteten ebenfalls die 100 km in Biel! An diesem WE fanden gleich 2 x 100km-Läufe statt, welche Verschwendung!

Zu Biel hat Joe auch wieder einen Bericht [hier]
Den Ulm-Bericht von marathon4you.de gibt's dieses mal von Anton Lauter [hier]

06.06.2009

10. LGT Alpin Marathon Liechtenstein

Der LGT Alpin Marathon eröffnet quasi die Saison der Bergmarathons und gehört zum MMC (Mountain-Marathon-Cup). Zu bewältigen sind fast 2.000 Hm!

Die Anreise erfolgte bereits am Freitag.

Start war um 9 Uhr und es regnete in Strömen. In der Nacht gab es einen Wetter- und Temperatureinbruch und im Ziel wurden die Versorgungszelte durch Sturm zerstört.

Die ersten 10km verliefen noch flach am Rhein entlang bis Verduz. Dann ging es plötzlich steil bergauf mit 100Hm/km. Der Regen wurde immer stärker und es gesellte sich ein Gewitter hinzu. Je höher es ging, desto kälter wurde es. Als ich am höchsten Punkt am VP stehen blieb, merkte ich erst das ich leicht unterkühlt war und Probleme hatte den Becher zu greifen. Brigitte musste bei einem Läufer sogar erste Hilfe leisten, da dieser stark unterkühlt war und teilte auch noch Ihre Notfalldecke.


Lt. Veranstalter mussten zwar viele Läufer (insbesondere im Ziel) wegen Unterkühlung versorgt werden, hierbei gab es aber keine ernsthaften Notfälle. Ich musste immer in Bewegung bleiben, bis zum Ziel in Malbun sind es nur noch 7km. Bei KM37 läuft man dann ca. 50m oberhalb des Ziels vorbei und hört schon den Sprecher, das ist hart. Für das miese Wetter waren doch recht viele Zuschauer an der Strecke. Mein Respekt gilt aber vor allen Dingen den Helfern, die häufig ohne Dach im Regen standen und mindestens genauso froren wir die Läufer.


Im Ziel waren dann zum Glück die Versorgungszelte wieder aufgebaut und man konnte heiß duschen. Statt einer Medaille gab es ein Geschenk von Swarovski (ein Flaschenstöpsel).

Bericht vom Veranstalter [hier]


Fazit: Mein härtester Lauf und eine besondere Erfahrung. Man sollte im Berg niemals das Wetter unterschätzen.



Meine Bilder [hier]
Bilder vom Veranstalter [hier]
Bericht bei Marathon4you [hier]







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